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TNO-Report, Niederlande zu UMTS (aktuelle Ergänzungen)
Biologische Wirkungen bei GSM und UMTS-Signalen gefunden - Übelkeit und Kopfschmerzen - kribbelndes Gefühl und Brechreiz
Wirkungen der hochfrequenten Felder globaler Kommunikationssysteme auf das Wohlbefinden und die kognitiven Funktionen von Menschen mit und ohne subjektive Beschwerden.
Autoren: Prof. Dr. Zwamborn, Dr. Vossen, van Leersum, Ouwens, Mäkel
Zur englischen Fassung - PDF-Datei (1,8 MB)
September 2003
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Nachfolgend die Beiträge:
1. Info Reuters-Nachrichtenagentur 02.11.03
2. Kurzfassung
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Nachrichtenagentur Reuters:
Niederländische Regierungsstudie: UMTS-Sender verursachen Tinnitus, Kopfschmerzen, Übelkeit
Originalquelle: Nachrichtenagentur Reuters, 30.09.2003:
siehe: http://www.reuters.com/locales/newsArticle.jsp?type=technologyNews&locale=en_IN&storyID=3534399
Zusammenfassung dieser wichtigen Nachricht auf Deutsch:
- UMTS-Sender verursachen Tinnitus, Kopfschmerzen, Übelkeit
- Deutliche Ergebnisse in Doppel-Blind-Versuchen gefunden
- Beeinflussung kognitiver Funktionen wie Erinnerungsvermögen und Reaktionszeit
auch durch herkömmliche GSM-Sender
UMTS-Mobilfunkstrahlung kann Kopfschmerzen und Übelkeit verursachen. Dies ist das Ergebnis einer niederländischen Regierungsstudie, die im Auftrag von drei niederländischen Ministerien durchgeführt wurde. Die Studie verglich die gesundheitliche Wirkung der von heutigen Mobilfunksendern ausgehenden Strahlung mit Effekten, die durch die Basisstationen der neuen UMTS-Sender ausgelöst werden. Mobilfunkbasisstationen decken üblicherweise eine "Zelle" von mehreren Quadratkilometern ab und übertragen Signale an Mobiltelefone mittels elektromagnetischer Felder .
"Wenn man die Testgruppe der Strahlung von UMTS-Basisstationen aussetzte, kam es zu einer signifikanten Wirkung... Die Testpersonen litten daraufhin an Tinnitus, Kopfschmerzen und Übelkeit", erklärte eine Sprecherein des niederländischen Wirtschaftsministeriums.
Für die derzeitigen GSM-Sender fand die Studie solche negativen Effekte nicht. Allerdings führten sowohl GSM- als auch UMTS-Felder zur Beeinflussung von kognitiven Funktionen wie Erinnerungsvermögen und Reaktionszeit, welche sich bei kurzfristiger Einwirkung erhöhten. Die niederländischen Minister für Wirtschaft, Gesundheit und Telekommunikation erklärten, weitere Forschung wäre notwendig, um die Ergebnisse zu bestätigen, außerdem müssten Langzeitwirkungen untersucht und biologische Ursachen gefunden werden. Die Regierungssprecherin sagte, die niederländische Regierung werde diese Studie auch mit der Europäischen Kommission diskutieren.
In den Doppelblind-Versuchen (d.h., keine der Testpersonen wusste, ob und wann das entsprechende elektromagnetische Feld gerade aktiv war oder nicht) wurden Testpersonen UMTS-Mobilfunkstrahlung ausgesetzt, in einer Höhe, wie sie im kommerziellen Betrieb zu erwarten ist. Die GSM-Association, eine globale Orgainsation von Mobilfunkbetreibern, lehnte einen Kommentar ab und will die Studie prüfen.
Die Ergebnisse der IARC (Internationale Krebsforschungsagentur) zu einem möglichen Langzeitzusammenhang zwischen der Exposition heutiger GSM-Handys und Gehirntumor werden nicht vor 2004 erwartet. Frühere Untersuchungen fanden bereits einen Zusammenhang mit kognitiven Funktionen, diese wurden in der niederländischen Studie bestätigt. Das Forschungsinstitut verwies jedoch darauf, dass in früheren Studien immer die Wirkung von Handys untersucht wurde, die nah an den Kopf gehalten werden und bei denen hohe Strahlungsfelder nah am Ohr
erzeugt werden und zu einer Erwärmung des Gehirn führen.
In der Studie des niedlerländischen Forschungsinstituts TNO wurde ein Strahlungslevel verwendet, das den tatsächlichen Verhältnissen im Umfeld von Mobilfunksendern entspricht und niedriger als bei Handys ist. Handys verursachen stärkere Strahlung bei der Nutzung, während Mobilfunksender ein konstantes Strahlungslevel aussenden, das alle Menschen in ihrem Umfeld erreicht.
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Originalnachricht von Reuters auf Englisch:
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3G mobile signals can cause nausea, headache - study AMSTERDAM (Reuters) - Radio signals for the next generation of mobile phone services can cause headaches and nausea, according to a study conducted by three Dutch ministries. The study, the first of its kind, compared the impact of radiation from base stations used for the current mobile telephone network with that of base stations for new third generation (3G) networks for fast data transfer, which will enable services such as video conferencing on a mobile device. A base station, which usually covers a "cell" area of several square kilometers (miles), transmits signals to mobile phones with an electromagnetic field.
"If the test group was exposed to third generation base station signals there was a significant impact ... They felt tingling sensations, got headaches and felt nauseous," a spokeswoman for the Dutch Economics Ministry said. There was no negative impact from signals for current mobile networks. However, cognitive functions such as memory and response times were boosted by both 3G signals and the current signals, the study found. It said people became more alert when they were exposed to both.
Government ministers responsible for Economic Affairs, Health and Telecommunications said follow-up research was needed to confirm the findings as well as to look at any longer-term health effects and biological causes. They will also discuss the study with the European Commission, the spokeswoman said.
The double-blind laboratory tests -- meaning no one in the survey knew if a 3G-like base station was actually transmitting signals -- exposed test subjects to expected levels of average radiation for 3G networks when they become commercial. The GSM Association, a global organization of mobile telecommunications operators,
said it was studying the report and could not comment. The study, conducted by the Dutch technological research institute TNO, was the first to look for an impact of mobile telephones on well-being. It was also the first study
to find a statistically significant negative impact from 3G base stations.
Previous research on a negative health impact of mobile phones, mostly second-generation,
has been inconclusive. Existing research gives no scientific evidence that second-generation phones cause
brain tumors, while a long-term study by the International Agency on Research on Cancer is not expected to yield results before 2004.
Previous research did find an impact on cognitive functions, which was also found in the Dutch survey. But TNO noted that earlier studies always measured the impact of cellphones held close to the head, causing high fields of radiation close to the ear and warming of the brain.
TNO's study used lower a dose of radiation to mimic base station signals rather than
handsets. Handsets emit stronger radiation when they are used, while base stations transmit
more constant levels of radio signals, exposing everyone within range.
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2. Kurzfassung Niederländische Studie zu UMTS- Folgen
Hier der Link (Volltext!) dazu: http://www.ez.nl/beleid/home_ond/gsm/docs/TNO-FEL_REPORT_03148_Definitiefpdf
Quelle/Informant: Dr. Moldan, Iphofen
Die oben angesprochene Studie kann über einen Link über die Internet-Seite des Dachverbandes der norddeutschen Mobilfunkbürgerinitiativen http://www.imono.de
Punkt "Studien" im Originaltext abgerufen werden.
In der Pressemitteilung hierzu heißt es:
UMTS-Sendeanlagen verursachen Übelkeit und Kopfschmerzen Zu diesem Ergebnis kommt diese Studie zu den Auswirkungen der 3G-Sendeanlagen, die drei niederländische Ministerien für Wirtschaft, Gesundheit und Telekommunikation in Auftrag gegeben haben. Durchgeführt wurde die Forschungsreihe vom technologischen Institut TNO. "Als die Testpersonen in der Nähe von simulierten Sendeanlagen der dritten Generation waren, zeigten sich erhebliche Auswirkungen. Sie hatten ein kribbelndes Gefühl, bekamen Kopfschmerzen und Brechreiz", so eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums. Bei herkömmlichen Sendeanlagen konnten die Probanten keine solchen Auswirkungen feststellen.
Die kognitiven Fähigkeiten wurden dagegen bei herkömmlichen und bei UMTS-Sendeanlagen in die Höhe getrieben. Die Testpersonen zeigten eine schnellere Reaktionszeit und ein aktives Erinnerungsvermögen. Sprecher der niederländischen Ministerien kündigte Folgestudien an, um die Ergebnisse zu überprüfen und die Möglichkeit von biologischen Langzeitschäden zu ermitteln. Zudem will man die alarmierenden Resultate (Hervorhebung von IMoNo) innerhalb der Europäischen Kommission diskutieren.
Die Untersuchung erfolgte in Form einer Doppelblindstudie, das bedeutet dass keine der Testpersonen wusste, wann die Sendeanlage eingeschaltet war und wann nicht. (as)
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TNO-Report, Niederlande (Auszug) September 2003
Wirkungen der hochfrequenten Felder globaler Kommunikationssysteme auf das Wohlbefinden und die kognitiven Funktionen von Menschen mit und ohne subjektive Beschwerden.
Autoren: Prof. Dr. Zwamborn, Dr. Vossen, van Leersum, Ouwens, Mäkel
1. Einleitung Weltweit ist nach der Einfuehrung des GSM (Global System for Mobile Communikation) in den 1990er Jahren der Gebrauch von Mobiltelefonen dramatisch angestiegen.
[...] Es gibt nur wenige Informationen ueber die nichtthermischen Einfluesse der elektromagnetischen Felder, die von diesen Telefonen verursacht werden, die auf menschliche Gewebe und insbesondere auf das Gewebe des Gehirns einwirken.
Regelmaessig werden Berichte ueber gesundheitliche Auswirkungen, die auf den Gebrauch von Mobiltelefonen zurueckzufuehren sind, in wissenschaftlichen Magazinen veroeffentlicht und dann gewoehnlich von der oeffentlichen Presse uebernommen. In so gut wie allen Faellen beziehen sich die Berichte auf Experimente, die entweder Studien an Tieren oder Kurzzeitstudien mit Menschen sind.
Die untersuchten Faelle sind das Auftreten von Hirntumoren [1, 2, 3], Einfluesse auf das Elektroencephalogramm (EEG) [4, 5], die Ausschuettung von Hypophysenhormonen [6], kognitive Funktionen [7 - 18], Temperaturveraenderungen im Gehirn [19 - 21], Zerstoerung der Erbsubstanz (DNA) [22], Anregung der weissen Blutkoerperchen (Lymphozyten) und der Zellteilung [23], die Sehfunktion [24] usw.
[...] Es wurden viele Studien mit widerspruechlichen Ergebnissen zum Einfluss der Mobiltelefone veroeffentlicht. Bezueglich der kognitiven Funktionen fanden wir fuenf Publikationen [7, 8, 9, 12, 13], die kurzzeitige Effekte auf kognitie Funktionen zeigen. Kuerzlich veroeffentlichten Cook et al. [25] einen Ueberblick.
Ein leichter signifikanter Anstieg in der Reaktionszeit wurde von Preece et al. [7] gefunden, das konnte jedoch durch die Ergebnisse von Koivisto et al. [8] nicht bestaetigt werden.
Krause et al. [9] berichteten bei Menschen, die GSM-aehnlichen Signalen ausgesetzt wurden, eine leichte Verbesserung bei einigen Gedaechtnisaufgaben.
Alle oben erwaehnten Studien drehten sich um den akuten Einfluss auf die untersuchten Parameter entweder bei gesunden Menschen oder bei Tieren, die GSM-aehnlichen Signalen ausgesetzt waren.
ZU Ueberempfindlichkeits-Symptomen fanden wir zwei Studien [16, 18], die ueber einen Zusammenhang zwischen subjektiven Symptomen und hochfrequenten Feldern berichten, und zwei Studien [10, 17], die keinen statistisch signifikanten Zusammenhang zeigen.
Hietanen et al. [10] untersuchte die Hypothese, dass es hypersensitive Personen gibt, die subjektive Beschwerden bekommen, wenn sie den elektromagnetischen Feldern von Mobiltelefonen ausgesetzt sind. Sie fuehrten doppelt-blinde Provokationsexperimente durch. Aus ihrer Arbeit folgerten sie, dass sie keinen Kausalzusammenhang zwischen der Einwirkung von Mobiltelefonen und den Ueberempfindlichkeitsreaktionen fanden.
Die vorliegende Studie traegt bei zu der Forschung einen Zusammenhang zwischen elektromagnetischen Feldern und Hirnfunktionen zu finden.
Im Gegensatz zu Hietanen et al. [10] gilt:
- Wir konzentrierten unsere Forschung auf Menschen, die in der Naehe von Mobilfunk-Basisstationen wohnen.
- Wir maßen die kognitiven Funktionen der Teilnehmer waehrend der Bestrahlung (einschliesslich Placebo).
- Wir maßen das Wohlbefinden mit einem Fragebogen.
- Wir bestimmten keine physikalischen Parameter wie Blutdruck und Herzschlag.
In dieser Art von Studien ist ein sehr wichtiges Qualitaetskriterium eine Reproduzierbarkeit der Strahlenmenge (Dosimetrie) und der elektromagnetischen Umgebung sicher zu stellen.
1.1 Wissenschaftliches Ziel
Das Ziel dieser Forschung war zu bestimmen, ob ein Zusammenhang existiert zwischen elektromagnetischen Feldern und den subjektiven Beschwerden, bzw. einer kognitiven Leistungsteigerung, die mit einem elektromagnetischen Reiz verbunden sind.
[...] Das Ziel wurde verfolgt, indem wir ein Design einer kreuzweisen Doppelblind-Studie benutzten, um den wirklichen Einfluss der Felder auf die berichteten Beschwerden herauszufinden.
[...] 11.5 Diskussion der Hypersensitivitaet und des Wohlbefindens
[...] Wir sind nicht ueberzeugt, dass die Studie von Hietanen et al. [10] auf eine sachgerechte Weise durchgefuehrt wurde.
[...] 12. Schlussfolgerungen und Empfehlungen
[...] Unsere Forschung zeigt, dass unsere Hypothese, dass wir keinen Kausalzusammenhang zwischen der Anwesenheit elektromagnetischer Felder und den gemessenen Parametern finden wuerden, sich nicht bestaetigte.
Wir haben einen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen der Anwesenheit von UMTS-aehnlichen Feldern einer Staerke von 1 V/m und dem Wohlbefinden gefunden. (Anm.: Umrechnung in µW/m² siehe Rubrik "Technik")
Sowohl Gruppe A, wie auch Gruoppe B zeigten vergleichbare Effekte in den Ergebnissen zum Wohlbefinden.
Es ist besonders zu erwaehnen, dass die Weltgesundheitsorganisation (WHO) >u>Gesundheit definiert als "ein Stadium vollkommenen physischen, mentalen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur als die Abwesenheit von Krankheit oder Gebrechen."
Nach dieser Definition ist das Gefuehl des Wohlbefindens ein Teil der Gesundheit.
[...] In unserer Studie wird gezeigt, dass thermische Effekte vernachlaessigbar sind, und deshalb scheint eine Erklaerung, die sich auf thermische Effekte beruft, fuer die beobachteten Wirkungen auf die kognitiven Parameter als hoechst unwahrscheinlich.
[...]Ohne Frage rechtfertigen unsere Ergebnisse weitere wissenschaftliche Forschung auf diesem Gebiet.
TNO Physics And Electronics Laboratory, The Hague, NL www.tno.nl
A print version is available in PDF format at: http://www.emrpolicy.org/news/headlines/index.htm und siehe Adresse ganz oben im Artikel
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