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Schnelle Internetverbindung über Kabel und Glasfaser
Standortentscheidender Aktionsbaustein - ohne Funklösung
Schreiben an die Kommune / den Gemeinderat / den Landrat / den Kreistag / die Landtagsabgeordneten:
Sehr geehrte Damen und Herren Kommunalpolitiker,
Mit Sorge sehen wir, dass bei der Versorgung ländlicher Regionen mit schnellen Zugängen zum Internet nach wie vor Funklösungen ins Gespräch gebracht werden, anstatt eine gleichrangige Versorgung wie in dichter besiedelten Räumen mit der besten zur Verfügung stehenden Technik anzustreben.
Es gehört zu den Grundaufgaben des Staates gleichberechtigte Lebenschancen für alle Bürgerinnen und Bürger zu gewährleisten. Die gleichberechtigte Teilhabe an unserer modernen Informationsgesellschaft gehört zweifelsohne zu diesen Grundaufgaben und ist daher auch in unserer Verfassung (GG, Art. 87 f) festgelegt. So wie in den 50er und 60er Jahren des letzten Jahrhunderts selbstverständlich jeder Haushalt und jede Firma ohne Kostendiskussion mit Telefonanschlüssen versorgt worden ist, so müsste heute jeder Haushalt und jeder Betrieb über Kabelanschlüsse den schnellen Zugang zum Internet ermöglicht bekommen.
Im Sinne des Gleichbehandlungsgrundsatzes ist es nicht hinnehmbar, dass im ländlichen Raum qualitativ minderwertige Funklösungen die kabelgebundene Versorgung notdürftig ersetzen sollen. So wird der ländliche Raum weiter abgehängt und verliert seine Zukunftsfähigkeit – jeder Gewerbebetrieb ist heute auf schnelle, sichere und leistungsfähige Internetverbindungen angewiesen und wird seine Standortentscheidung langfristig davon abhängig machen müssen, ob eine solche Verbindung vorhanden ist.
Obwohl von politisch und wirtschaftlich interessierter Seite immer wieder behauptet wird, dass mit Funklösungen (wie z. B. WIMAX) die Benachteiligung des ländlichen Raums bezüglich der Breitbandversorgung beseitigt würde, muss festgestellt werden, dass die propagierten Funklösungen zu einer mehrfachen Benachteiligung führen:
• Funkverbindungen sind nicht ausfallsicher: bei starkem Schneetreiben oder Platzregen kann die Verbindung abbrechen
• Funkverbindungen sind nicht abhörsicher
• Funkverbindungen sind von der Kapazität her begrenzt, was dazu führt, dass nach Ausweitung der Nachfrage doch eine Kabellösung eingeführt werden muss
• Funkverbindungen führen zu einer weiteren Erhöhung der ohnehin schon problematischen Belastung durch Elektrosmog.
Eine angemessene Berücksichtigung des letzten Punkts müsste im Übrigen im Sinne der Vorsorge dazu führen, dass Funklösungen inakzeptabel sind. Wir erinnern in diesem Zusammenhang an die Empfehlung der Bundesregierung, auf Funkverbindungen zu verzichten, um die persönliche Strahlenbelastung zu minimieren und um potenziellen Gesundheitsgefahren vorzubeugen.
Wir fordern deshalb alle Bürgermeister und kommunalen Mandatsträger auf, sich im Hinblick auf den Zugang zum Internet ausschließlich für eine Kabellösung einzusetzen und entsprechende finanzielle Unterstützung z. B. über die derzeit diskutierten Konjunkturprogramme einzufordern.
Im Übrigen ist diese Technik schon veraltet – moderne Glasfaserkabel kennen praktisch keine Kapazitätsgrenzen und werden deshalb in Österreich sogar von den Mobilfunk-Netzbetreibern als Technik der Zukunft gehandelt. Warum sollen wir in Deutschland uns mit der Technik der Vergangenheit begnügen, die bald an die Kapazitätsgrenze stoßen wird?
Glasfaserkabel oder Koaxial-Kabel werden inzwischen auch sehr kostengünstig durch Abwasserrohre geschossen, und auch kleine Gemeinden haben vorgemacht, wie eine attraktive Kabellösung aussehen kann
(siehe Dateianhang).
Mit freundlichen Grüßen
Netzwerk der mobilfunkkritischen Bürgerinitiativen im Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen
Spendenkonto (Steuerbescheinigung möglich): Kto Nr. 1099000 bei der RaiBa Isartal (BLZ 70169543)
Seite 1 von 2 Aktionsbaustein schnelle Internetverbindung 090215.doc
Dr.-Ing. Hans Schmidt
Gebhardtstr. 2d WOR, den 15.02.09
82515 Wolfratshausen Tel: 08171/29751 (privat) 089/7445-3555 (Büro) Fax: 08171/911035
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